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Geschichte

Wie doch die Zeit vergeht...


Jetzt ist es bereits 25 Jahre her, dass ich als junger Lehrer und Erzieher im damaligen Internat Schloss Plön ein paar interessante „Gilden“, d. h. Freizeitgruppen, anbieten sollte. „Sie übernehmen die Rudergilde!“, kam die eindeutige Anweisung vom Internatsleiter. Das war eigentlich gar nicht mein Ding – Sport insgesamt lag mir recht fern. „Das lernen sie!“, war die klare Antwort auf meine Einwände.


So war der Sommer also verplant, aber für die Winterzeit konnte ich meine eigenen Vorschläge verwirklichen: Modellbahnbau! Erst von den Kollegen belächelt , wuchs im Folgenden in einem der weiten Dachräume im Plöner Schloss langsam eine Modellbahnanlage heran. Schließlich waren es 46m² bebaute Fläche mit einem regen Zugverkehr, umfangreicher Technik und detaillierter Landschaft.


Längst waren unsere jährlichen Besuchstage gefragte Events mit einem umfangreichen Beiprogramm, zu denen bis zu 2000 Besucher strömten. Doch 2001 war Schluss. Die Landesregierung glaubte, dass Sparen wichtiger sei als Pädagogik und schloss nach 133 Jahren die traditionelle Plöner Erziehungsstätte. (Heute wissen wir, dass Banken sogar noch wichtiger sind als Sparen – aber das ist eine andere Geschichte).


Im Jahre 2001 stand ich also mit rund 60 Kartons Material von der ausgeschlachteten Internatsanlage da und überlegte, was man damit wohl anfangen könnte. Überraschend bot mir Herr Janus von „Modellbahn Fahrenkrug“ einen Raum in Eutin an. Das war die Grundlage für eine neue Anlage, die natürlich wieder in erster Linie von Jugendlichen errichtet werden sollte.


Ein neuer Name musste her, denn „Modellbahngilde“ klang doch etwas altbacken. „Train-Kids“ klang wesentlich frischer! (Anm.: Es fand sich einfach keine überzeugende deutschsprachige Alternative.) Die Initiative wurde ein voller Erfolg! Inzwischen sind die Train-Kids schon 10 Jahre aktiv, unsere Anlage ist sogar noch etwas größer als einst im Schloss und sicherlich technisch noch ausgereifter.


Wieder gibt es jährliche Besuchstage und die Besucherzahl wächst von Jahr zu Jahr, 500 waren es im letzten Jahr. Damit es nicht zu eng wird, werden wir künftig zwei Termine anbieten: Anfang und Mitte März.


Die erste Generation Train-Kids ist inzwischen schon durch Jüngere abgelöst. Und siehe: einer studiert Brückenbau, einer Fahrplanmanagement und einer ist Lokführer. Solche Folgen kann das haben.


Übrigens rudere ich im Sommer immer noch mit Jugendlichen über den Plöner See. Manches wächst eben und bleibt aller Widrigkeiten zum Trotz bestehen. Im Gegensatz zu Landesregierungen.


Robert Chr. Klein („Shorty“)

(Projektleiter)

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